FAQ · SAFETEE

Häufige Fragen.Antworten für Kunden, Bewerber und Fachleute.

SAFETEE ist ein spezialisierter HSE-Dienstleister aus Bochum. Seit 2013 stellt SAFETEE HSE-Manager auf industriellen Großbaustellen – vor allem in der Windenergie, im Netzausbau und im Anlagenbau – und berät Unternehmen in Arbeitssicherheit, Brandschutz, Umweltschutz und Gesundheitsschutz. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen von Kunden, Bewerbern und zu fachlichen Themen, Methoden und Tools rund um HSE.

Zuletzt aktualisiert: · Redaktion: SAFETEE GmbH, Bochum · 61 Fragen

Für Kunden

Zusammenarbeit mit SAFETEE.Was Sie vor der ersten Anfrage wissen sollten.

Ablauf, Einsatzgebiete, Qualifikationen und Konditionen der HSE-Manager-Gestellung und des Safety Consulting.

Was macht SAFETEE?

SAFETEE ist ein HSE-Dienstleister (Health, Safety, Environment) mit Sitz in Bochum. Das Unternehmen stellt HSE-Manager für industrielle Großprojekte – insbesondere Windenergie, Netzausbau und Anlagenbau – und berät Unternehmen im Safety Consulting: Arbeitssicherheit, Brandschutz, Umweltschutz und Gesundheitsschutz. Zum Leistungsspektrum gehören außerdem Behaviour Based Safety, Fremdfirmenmanagement, Beratung zur Betreiberhaftung, Betreuung nach DGUV Vorschrift 2, Sicherheitskoordination auf Baustellen und gutachterliche Stellungnahmen. SAFETEE wurde 2013 gegründet, beschäftigt über 50 Mitarbeitende und hat mehr als 3.000 Projekte betreut.

Für welche Branchen und Projekte arbeitet SAFETEE?

SAFETEE arbeitet vor allem für Windenergie (Onshore und Offshore, Errichtung, Service und Repowering), Energieversorger und Netzbetreiber, Petrochemie sowie Industrie- und Anlagenbau. Typische Einsätze sind Großbaustellen mit vielen Gewerken und Fremdfirmen, bei denen ein dauerhaft präsenter HSE-Manager die Sicherheit koordiniert. Zu den Auftraggebern zählen weltweit führende Hersteller und Betreiber ebenso wie mittelständische Unternehmen, die einzelne Projekte oder ihre gesamte Arbeitsschutzorganisation absichern wollen.

Wie läuft eine Zusammenarbeit mit SAFETEE ab?

Eine Zusammenarbeit mit SAFETEE beginnt mit einer unverbindlichen Anfrage, gefolgt von einem Erstgespräch, einem Angebot und dem Projektstart. Im Erstgespräch klären wir Projektumfang, Einsatzort, Dauer, Qualifikationsanforderungen und Ihre internen Vorgaben (z. B. HSE-Plan, Reporting-Formate, Sprache). Auf dieser Basis erhalten Sie ein Angebot mit klar beschriebenem Leistungsumfang. Nach Beauftragung stimmen wir den HSE-Manager mit Ihrer Projektleitung ab und bereiten den Einsatz vor. Ein fester Ansprechpartner bei SAFETEE begleitet das Projekt über die gesamte Laufzeit.

Wie schnell kann ein HSE-Manager von SAFETEE auf unserer Baustelle sein?

SAFETEE kann HSE-Manager in der Regel kurzfristig bereitstellen, weil das Unternehmen mit einem festen Team angestellter HSE-Manager an fünf Standorten in Deutschland arbeitet. Wie schnell der Einsatz beginnt, hängt von Einsatzort, geforderten Qualifikationen (z. B. GWO-Trainings, SCC, Sprache) und der aktuellen Auslastung ab. Nennen Sie uns in der Anfrage den gewünschten Starttermin – wir sagen Ihnen verbindlich, was möglich ist.

Was kostet ein HSE-Manager von SAFETEE?

Die HSE-Manager-Gestellung von SAFETEE wird nach Zeitaufwand abgerechnet, üblicherweise als Stunden- oder Tagessatz zuzüglich Reise- und Übernachtungskosten nach Vereinbarung. Der Satz richtet sich nach Qualifikationsstufe, Einsatzdauer, Einsatzort und Verantwortungsumfang. Für wiederkehrende Einsätze bieten wir Rahmenverträge mit festen Konditionen. Safety-Consulting-Leistungen wie Audits, Kulturdiagnosen oder Trainings werden als Paket mit definiertem Umfang angeboten. Sie erhalten nach dem Erstgespräch ein transparentes Angebot ohne versteckte Positionen.

Was ist der Unterschied zwischen HSE-Manager-Gestellung und Safety Consulting bei SAFETEE?

Die HSE-Manager-Gestellung ist eine operative Leistung: Ein HSE-Manager von SAFETEE arbeitet über einen definierten Zeitraum in Ihrem Projekt vor Ort und übernimmt dort die tägliche Sicherheitsarbeit – Begehungen, Unterweisungen, Fremdfirmenkoordination, Dokumentation, Unfalluntersuchung. Safety Consulting ist eine beratende Leistung mit definiertem Ergebnis: zum Beispiel eine HSE-Kulturdiagnose, ein Behaviour-Based-Safety-Programm, ein Compliance-Audit, eine Incident Investigation oder eine gutachterliche Stellungnahme. Viele Kunden kombinieren beides – zuerst die Analyse, dann die Umsetzung im Projekt.

Wo ist SAFETEE tätig?

SAFETEE ist deutschlandweit und europaweit tätig. Standorte gibt es in Bochum (Hauptsitz), Hamburg, Berlin, Magdeburg und Mainz. Projekte wurden unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Österreich, der Schweiz, den Benelux-Ländern und Osteuropa betreut. HSE-Manager von SAFETEE arbeiten dort, wo das Projekt ist – auf Windparks, Umspannwerken, Trassenbaustellen und Industrieanlagen –, nicht im Büro.

Welche Qualifikationen haben die HSE-Manager von SAFETEE?

HSE-Manager von SAFETEE sind fest angestellte Fachkräfte mit technischem oder naturwissenschaftlichem Hintergrund (Ingenieur, Meister, Techniker oder Studium) und einer Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) oder vergleichbaren Qualifikation. Je nach Projekt kommen branchenspezifische Nachweise hinzu, etwa GWO-Trainings für die Windenergie, SCC-Qualifikationen für die Petrochemie oder SiGeKo-Qualifikation nach RAB 30. Über die SAFETEE Academy werden die Mitarbeitenden laufend weitergebildet. Gute Englischkenntnisse sind Standard, da viele Projekte international besetzt sind.

Arbeitet SAFETEE auch in englischsprachigen und internationalen Projekten?

Ja. SAFETEE arbeitet regelmäßig für internationale Hersteller und Betreiber, bei denen Englisch die Projektsprache ist. HSE-Manager von SAFETEE führen Toolbox Talks, Berichte, Risikoanalysen und Abstimmungen mit Subunternehmern auf Deutsch und Englisch durch. Auch kundeneigene Reporting-Formate und Timesheets in englischer Sprache werden übernommen. Einsätze außerhalb Deutschlands wurden unter anderem in Großbritannien, Skandinavien, Österreich, der Schweiz, Benelux und Osteuropa realisiert.

Welche Zertifizierungen hat SAFETEE?

SAFETEE ist nach EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und SCC (Sicherheits Certifikat Contraktoren) zertifiziert. Die SCC-Zertifizierung ist in der Petrochemie, im Anlagenbau und in der Energiewirtschaft häufig Voraussetzung, um als Kontraktor auf Anlagen arbeiten zu dürfen. Beide Zertifikate werden regelmäßig auditiert. Auf Wunsch stellen wir Ihnen die aktuellen Zertifikate für Ihre Lieferantenbewertung zur Verfügung.

Wie werden Leistung und Arbeitszeit dokumentiert und abgerechnet?

SAFETEE dokumentiert die Einsätze über Timesheets, die vom Kunden gegengezeichnet werden, und rechnet monatlich ab. Dabei arbeiten wir mit den Formaten unserer Kunden: eigene Timesheet-Vorlagen, Bestellnummern (PO), Rahmenvertragsnummern oder Lieferantenportale wie SAP Ariba werden übernommen. Fachlich berichten die HSE-Manager laufend – etwa über Begehungsprotokolle, Wochen- und Monatsreports, Kennzahlen (LTIF, TRIR, Beinaheunfälle) und Unfalluntersuchungen –, sodass Sie jederzeit den Sicherheitsstatus Ihres Projekts kennen.

Kann SAFETEE mehrere HSE-Manager gleichzeitig oder eine Vertretung stellen?

Ja. SAFETEE besetzt auch Projekte, die mehrere HSE-Manager gleichzeitig oder im Schichtmodell benötigen, und organisiert Vertretungen bei Urlaub oder Krankheit aus dem eigenen Team. Für große Projekte stellt SAFETEE eine Teamleitung, die als zentraler Ansprechpartner die Einsatzplanung, Qualitätssicherung und Abstimmung mit Ihrer Projektleitung übernimmt. So bleibt die Sicherheitsarbeit auch bei Personalwechseln durchgängig und einheitlich dokumentiert.

Welche digitalen Tools setzt SAFETEE ein?

SAFETEE bündelt seine digitalen Werkzeuge in der SAFETEE Suite – einer Plattform mit einem Login und einem Dashboard. Erstes KI-Modul ist die digitale LMRA: Ein Baustellenfoto wird in unter zwei Minuten zu einer dokumentierten Gefährdungsbeurteilung mit Bericht. Dazu kommen HIRA (Hazard Identification and Risk Assessment), der Ready-To-Go-Check vor Baustellenstart, der SAFETEE Index als Kennzahl für die Sicherheitsleistung von Firmen und Projekten sowie der Performance Monitor mit Dashboards für alle Managementebenen. Alle Ergebnisse sind für den Kunden nachvollziehbar dokumentiert. Auf Wunsch arbeiten die HSE-Manager auch in den Systemen des Kunden. Unter dem Titel „KI Power“ entwickelt SAFETEE die KI-gestützten Auswertungen weiter.

Übernimmt SAFETEE die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo) nach Baustellenverordnung?

Ja. SAFETEE stellt Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren (SiGeKo) nach § 3 Baustellenverordnung (BaustellV) für die Planungs- und die Ausführungsphase. Dazu gehören die Vorankündigung an die Behörde, der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan), die Unterlage für spätere Arbeiten sowie die Koordination der Arbeitgeber auf der Baustelle. Die Qualifikation entspricht den Anforderungen der RAB 30. Häufig wird die SiGeKo-Funktion mit der HSE-Manager-Rolle im Projekt kombiniert.

Wie erreiche ich SAFETEE für eine Anfrage oder ein Angebot?

Sie erreichen SAFETEE telefonisch unter +49 234 58885-0, per E-Mail an info@safetee.eu oder über das Kontaktformular. Hauptsitz ist die Wasserstraße 221, 44799 Bochum; weitere Büros gibt es in Hamburg, Berlin, Magdeburg und Mainz. Für ein Angebot genügen zunächst Einsatzort, voraussichtlicher Zeitraum und die Art des Projekts – alles Weitere klären wir im Erstgespräch.

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Sprechen wir über Ihr Projekt
Für Bewerber

Arbeiten bei SAFETEE.Was Dich als HSE-Manager erwartet.

Stellen, Voraussetzungen, Bewerbungsablauf, Benefits und Entwicklung in der SAFETEE Academy.

Welche Stellen bietet SAFETEE an?

SAFETEE sucht bundesweit HSE-Manager (m/w/d), Junior HSE-Manager für Berufseinsteiger, Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa) und Sicherheitsingenieure. Dazu kommen Positionen in der Zentrale in Bochum – zum Beispiel Projekt- und Teamassistenz, Buchhaltung, People & Culture – sowie Werkstudentenstellen, etwa im E-Learning-Support der SAFETEE Academy. Alle aktuellen Ausschreibungen findest Du auf der Karriereseite. Initiativbewerbungen sind ausdrücklich willkommen.

Was macht ein HSE-Manager bei SAFETEE im Arbeitsalltag?

Ein HSE-Manager von SAFETEE ist die Sicherheitsinstanz vor Ort auf einer industriellen Großbaustelle. Zum Alltag gehören Baustellenbegehungen, Toolbox Talks und Unterweisungen, die Prüfung von Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitsfreigaben, die Koordination von Fremdfirmen, die Untersuchung von Unfällen und Beinaheunfällen sowie das Reporting an die Projektleitung des Kunden. Du arbeitest eng mit Bauleitung, Monteuren und Subunternehmern zusammen – auf Augenhöhe, als Teil des Teams, nicht als Kontrolleur.

Welche Voraussetzungen brauche ich, um HSE-Manager bei SAFETEE zu werden?

Für die Stelle als HSE-Manager bei SAFETEE brauchst Du einen technischen Hintergrund – Studium (Bachelor/Master), Ingenieur, Meister oder Techniker – und idealerweise die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa). Wichtig sind sicherheitstechnisches Verständnis in Arbeitssicherheit, Brandschutz, Umweltschutz oder Prozesssicherheit, gute Englischkenntnisse, ein PKW-Führerschein und die Bereitschaft, projektbezogen bundesweit zu arbeiten. Mindestens genauso wichtig: positives Denken, Lösungsorientierung und Kommunikationsstärke.

Kann ich als Berufseinsteiger oder ohne SiFa-Ausbildung bei SAFETEE anfangen?

Ja. SAFETEE bietet die Position Junior HSE-Manager (m/w/d) ausdrücklich auch für Berufseinsteiger an. Du startest mit strukturierter Einarbeitung an der Seite erfahrener HSE-Manager und baust Deine Qualifikationen über die SAFETEE Academy Schritt für Schritt aus. Welche Ausbildungen Du bereits mitbringst und welche wir gemeinsam nachholen, klären wir im Gespräch – ein technischer Hintergrund und echtes Interesse an Arbeitssicherheit sind die Basis.

Wie läuft der Bewerbungsprozess bei SAFETEE ab?

Der Bewerbungsprozess bei SAFETEE ist kurz und persönlich: Du bewirbst Dich online über unser Bewerbungsportal (Personio) mit Lebenslauf und relevanten Nachweisen. Danach folgt ein Video-Call zum Kennenlernen, in dem wir über Deine Erfahrung, Deine Erwartungen und die passenden Projekte sprechen. Passt es für beide Seiten, erhältst Du Dein Angebot. Ein Anschreiben ist nicht zwingend – uns interessiert, was Du kannst und wie Du arbeitest.

Wie viel bin ich als HSE-Manager bei SAFETEE unterwegs?

Als HSE-Manager bei SAFETEE arbeitest Du projektbezogen dort, wo gebaut wird – auf Windparks, Umspannwerken oder Industrieanlagen in ganz Deutschland, teils auch im europäischen Ausland. Je nach Projekt bedeutet das Montageeinsätze mit Übernachtung unter der Woche. Dienstwagen, Reisekostenregelung und Verpflegungsmehraufwand sind geregelt. Wir versuchen, Einsätze möglichst nah am Wohnort und mit planbaren Rhythmen zu vergeben – sag uns im Gespräch, was für Dich passt.

Welche Benefits bietet SAFETEE?

SAFETEE bietet unbefristete Arbeitsverträge, eine betriebliche Altersvorsorge mit Zuschuss, eine kostenlose private Zusatzversicherung, einen Dienstwagen für HSE-Manager, E-Bike-Leasing, einen Leistungsbonus sowie individuelle Weiterbildung über die SAFETEE Academy. Dazu kommt ein Team, in dem jede Stimme zählt, kurze Entscheidungswege und ein Arbeitgeber, der mehrfach in Folge als kununu Top Company ausgezeichnet wurde.

Wie viel verdient ein HSE-Manager bei SAFETEE?

Das Gehalt bei SAFETEE richtet sich nach einem transparenten Level-Modell, das Qualifikation, Erfahrung und Verantwortung abbildet. Auf der Karriereseite findest Du eine Orientierungsspanne je Level. Hinzu kommen ein Leistungsbonus, Dienstwagen und die Benefits. Über Dein konkretes Einstiegslevel sprechen wir offen im ersten Gespräch – Gehaltstransparenz gehört bei SAFETEE zum Bewerbungsprozess.

Was ist die SAFETEE Academy?

Die SAFETEE Academy ist die interne Weiterbildungsplattform von SAFETEE. Über ein digitales Lernmanagementsystem und Präsenzformate erhalten Mitarbeitende Fachtrainings zu Arbeitssicherheit, Brandschutz, Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Unfalluntersuchung, Behaviour Based Safety und Kommunikation auf der Baustelle. Die Academy begleitet die strukturierte Einarbeitung neuer HSE-Manager und die Weiterentwicklung erfahrener Kolleginnen und Kollegen bis hin zur Teamleitung.

Wie sieht die Einarbeitung bei SAFETEE aus?

Neue HSE-Manager bei SAFETEE werden strukturiert eingearbeitet: mit einem Onboarding in der Zentrale, Fachmodulen in der SAFETEE Academy und begleiteten Einsätzen im Projekt an der Seite erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Eine Teamleitung ist Dein fester Ansprechpartner für fachliche und organisatorische Fragen. Ziel ist, dass Du Dich im ersten Projekt sicher fühlst – fachlich, im Umgang mit dem Kunden und in den SAFETEE-Prozessen.

Gibt es bei SAFETEE Homeoffice?

Das hängt von der Rolle ab. HSE-Manager arbeiten dort, wo das Projekt ist – die Sicherheitsarbeit auf der Baustelle lässt sich nicht aus dem Homeoffice erledigen; Dokumentation und Reporting kannst Du aber flexibel erledigen. Für Rollen in der Zentrale und im Consulting gibt es je nach Aufgabe hybride Modelle nach Absprache. Frag im Gespräch konkret nach – wir sagen Dir, was in Deiner Position möglich ist.

Kann ich als Freelancer für SAFETEE arbeiten?

Ja. Neben fest angestellten HSE-Managern arbeitet SAFETEE in Spitzen mit selbstständigen HSE-Fachkräften zusammen. Wenn Du als Freelancer mit SiFa-Qualifikation, Baustellenerfahrung und idealerweise Branchennachweisen (z. B. GWO, SCC) verfügbar bist, schick uns Deine Unterlagen mit Verfügbarkeit und Einsatzregion an j.nieswandt@safetee.eu. Wir nehmen Dich in unseren Pool auf und melden uns, sobald ein passendes Projekt ansteht.

Bietet SAFETEE Werkstudentenstellen oder Praktika an?

Ja. SAFETEE bietet Werkstudentenstellen an, zum Beispiel im E-Learning-Support der SAFETEE Academy oder in der Projektassistenz. Studierende technischer, sicherheitstechnischer oder wirtschaftlicher Fächer sammeln so früh Einblicke in HSE-Management auf Großprojekten. Aktuelle Ausschreibungen stehen auf der Karriereseite; für Praktika und Abschlussarbeiten lohnt sich eine Initiativbewerbung.

Wer ist mein Ansprechpartner für Bewerbungen bei SAFETEE?

Dein Ansprechpartner für alle Fragen rund um Bewerbung und Karriere bei SAFETEE ist Jörn Nieswandt, People & Culture Partner, erreichbar unter j.nieswandt@safetee.eu. Du kannst Dich auch vorab unverbindlich melden, wenn Du wissen willst, ob Dein Profil passt oder welche Projekte gerade anstehen.

Wie ist SAFETEE als Arbeitgeber bewertet?

SAFETEE ist auf kununu mehrfach in Folge als Top Company ausgezeichnet worden. Bewertet werden vor allem der kollegiale Umgang, die Eigenverantwortung im Projekt, die Weiterbildung über die SAFETEE Academy und die kurzen Wege zur Geschäftsführung. Das Unternehmen wächst und will bis 2030 die führende Marke für Arbeitssicherheit in Europa werden – mit einem Team, das die Werte Verantwortung, Offenheit, Kompetenz, Zuverlässigkeit und Weitblick lebt.

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Zu den offenen Stellen
Fachwissen HSE

Arbeitssicherheit erklärt.Begriffe, Pflichten und Kennzahlen.

Kompakte Antworten zu HSE-Management, SiGeKo, DGUV Vorschrift 2, Gefährdungsbeurteilung, BBS, LMRA und mehr.

Was ist HSE-Management?

HSE-Management ist die systematische Steuerung von Gesundheitsschutz (Health), Arbeitssicherheit (Safety) und Umweltschutz (Environment) in einem Unternehmen oder Projekt. Es umfasst Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsregeln und Arbeitsfreigaben, Unterweisungen, Begehungen, die Koordination von Fremdfirmen, die Untersuchung von Unfällen und Beinaheunfällen sowie Kennzahlen wie LTIF oder TRIR. Auf Großbaustellen übernimmt ein HSE-Manager diese Aufgaben vor Ort und ist Ansprechpartner für Projektleitung, Gewerke und Behörden. Ziel ist, Unfälle zu vermeiden und gesetzliche Pflichten nachweisbar zu erfüllen.

Was ist der Unterschied zwischen HSE-Manager, Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) und SiGeKo?

Die drei Rollen unterscheiden sich in Rechtsgrundlage und Aufgabe. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa) ist nach dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) und DGUV Vorschrift 2 die beratende Instanz des Arbeitgebers für sein eigenes Unternehmen. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) wird nach Baustellenverordnung vom Bauherrn bestellt und koordiniert die Arbeitgeber auf einer Baustelle. Der HSE-Manager ist eine projekt- oder unternehmensbezogene Managementfunktion, die Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz operativ steuert – häufig mit SiFa-Qualifikation und in der Praxis oft mit der SiGeKo-Aufgabe kombiniert.

Wann ist ein SiGeKo auf der Baustelle Pflicht?

Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) ist nach § 3 Baustellenverordnung (BaustellV) Pflicht, sobald auf einer Baustelle Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden. Zusätzlich muss der Bauherr eine Vorankündigung an die Behörde senden, wenn die Arbeiten länger als 30 Arbeitstage dauern und mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig tätig sind oder der Umfang 500 Personentage überschreitet. Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) ist erforderlich, wenn eine Vorankündigung nötig ist oder besonders gefährliche Arbeiten nach Anhang II BaustellV ausgeführt werden – zum Beispiel Absturzhöhen über 7 Meter.

Was regelt die DGUV Vorschrift 2?

Die DGUV Vorschrift 2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ konkretisiert das Arbeitssicherheitsgesetz und legt fest, in welchem Umfang Unternehmen sicherheitstechnisch und betriebsärztlich betreut werden müssen. Für Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten gilt die Regelbetreuung aus Grundbetreuung (feste Einsatzzeiten je Beschäftigtem nach Betreuungsgruppe) und betriebsspezifischer Betreuung, die sich aus den konkreten Gefährdungen ergibt. Kleinbetriebe können alternativ das Unternehmermodell nutzen. SAFETEE übernimmt die sicherheitstechnische Betreuung als externe Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung und wer muss sie erstellen?

Die Gefährdungsbeurteilung ist das zentrale Instrument des Arbeitsschutzes: Der Arbeitgeber ermittelt systematisch die Gefährdungen jeder Tätigkeit, bewertet das Risiko und legt Schutzmaßnahmen fest. Verpflichtet ist nach § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) jeder Arbeitgeber, unabhängig von der Betriebsgröße; nach § 6 ArbSchG muss sie dokumentiert werden. Sie ist zu aktualisieren, wenn sich Arbeitsmittel, Verfahren oder Arbeitsbedingungen ändern oder nach Unfällen. Auf Baustellen wird sie durch tätigkeitsbezogene Beurteilungen und tagesaktuelle Werkzeuge wie die LMRA ergänzt.

Was ist Behaviour Based Safety (BBS)?

Behaviour Based Safety (BBS) ist ein verhaltensorientierter Ansatz im Arbeitsschutz, der sicheres Verhalten systematisch beobachtet, rückmeldet und verstärkt. Grundlage ist die Erkenntnis, dass ein großer Teil der Unfälle auf Verhalten und Entscheidungen zurückgeht, nicht allein auf Technik. BBS-Programme arbeiten mit definierten Beobachtungskriterien, strukturierten Sicherheitsgesprächen zwischen Führungskräften und Beschäftigten, positiver Rückmeldung und der Auswertung von Beobachtungsdaten. SAFETEE führt BBS als eigenständiges Programm oder als Baustein der HSE-Kulturentwicklung ein.

Was ist Fremdfirmenmanagement und warum ist es wichtig?

Fremdfirmenmanagement ist die systematische Steuerung von Sicherheit und Gesundheitsschutz, wenn externe Unternehmen auf dem eigenen Gelände oder Projekt arbeiten. Nach § 8 Arbeitsschutzgesetz und § 6 DGUV Vorschrift 1 müssen sich Arbeitgeber bei der Zusammenarbeit abstimmen und gegenseitige Gefährdungen vermeiden. Dazu gehören Auswahl und Qualifikationsprüfung der Fremdfirmen, Einweisung vor Arbeitsbeginn, Arbeitsfreigaben, Koordination der Schnittstellen und Kontrolle vor Ort. Gutes Fremdfirmenmanagement senkt das Unfallrisiko und die Haftung des Auftraggebers als Betreiber.

Was bedeutet Betreiberverantwortung bzw. Betreiberhaftung?

Betreiberverantwortung bezeichnet die Pflicht des Unternehmers, Anlagen, Gebäude und Arbeitsplätze so zu betreiben, dass Beschäftigte und Dritte nicht gefährdet werden. Sie ergibt sich aus Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung, DGUV Vorschrift 1 und dem Zivil- und Strafrecht (Verkehrssicherungspflicht, Organisationsverschulden). Pflichten können nach § 13 ArbSchG und § 13 DGUV Vorschrift 1 schriftlich auf zuverlässige, fachkundige Personen übertragen werden – die Auswahl-, Kontroll- und Organisationspflicht bleibt beim Unternehmer. SAFETEE berät zur rechtssicheren Pflichtenübertragung und Organisation.

Was ist eine LMRA (Last Minute Risk Analysis)?

Eine LMRA (Last Minute Risk Analysis) ist eine kurze, strukturierte Risikoprüfung, die Beschäftigte unmittelbar vor Arbeitsbeginn am Arbeitsplatz selbst durchführen. Anhand weniger Fragen prüfen sie, ob Gefährdungen vorliegen, die die Gefährdungsbeurteilung nicht abdeckt: veränderte Bedingungen, Wetter, Zugang, angrenzende Arbeiten, fehlende Schutzmaßnahmen. Ist eine Frage nicht sicher zu beantworten, wird die Arbeit nicht begonnen und die Führungskraft eingebunden. Die LMRA ist in Windenergie, Petrochemie und Anlagenbau Standard. SAFETEE setzt dafür ein eigenes digitales LMRA-Tool ein.

Was ist HIRA (Hazard Identification and Risk Assessment)?

HIRA (Hazard Identification and Risk Assessment) ist die systematische Identifikation von Gefährdungen und die Bewertung des daraus resultierenden Risikos nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensschwere – meist in einer Risikomatrix. Aus der Bewertung folgen priorisierte Maßnahmen nach der Rangfolge Vermeiden, technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen (STOP-Prinzip). HIRA ist das internationale Gegenstück zur deutschen Gefährdungsbeurteilung und wird in internationalen Projekten häufig als Format gefordert. SAFETEE nutzt ein eigenes HIRA-Tool zur Erstellung und Dokumentation.

Was ist eine SCC-Zertifizierung?

SCC (Sicherheits Certifikat Contraktoren) ist ein Zertifizierungssystem für Kontraktoren, die auf Anlagen von Auftraggebern in Chemie, Petrochemie, Energie und Industrie arbeiten. Es bewertet das Arbeitsschutz-, Gesundheits- und Umweltmanagement des Dienstleisters – von der Gefährdungsbeurteilung über Unterweisungen bis zu Unfallkennzahlen. Für Personaldienstleister gilt die Variante SCP. Viele Betreiber setzen SCC als Voraussetzung für die Auftragsvergabe voraus. SAFETEE ist SCC-zertifiziert.

Wie oft müssen Beschäftigte im Arbeitsschutz unterwiesen werden?

Beschäftigte müssen nach § 12 Arbeitsschutzgesetz vor Aufnahme der Tätigkeit, bei Veränderungen im Aufgabenbereich, bei neuen Arbeitsmitteln oder Technologien sowie regelmäßig unterwiesen werden. § 4 DGUV Vorschrift 1 konkretisiert: mindestens einmal jährlich, und die Unterweisung ist zu dokumentieren. Auf Baustellen ergänzen tägliche oder wöchentliche Toolbox Talks die formale Unterweisung – kurze, praxisnahe Sicherheitsgespräche zu den anstehenden Arbeiten. HSE-Manager von SAFETEE führen beides durch und dokumentieren es.

Welche Besonderheiten hat Arbeitssicherheit in der Windenergie?

Arbeitssicherheit in der Windenergie ist geprägt von Höhenarbeit, Kran- und Schwerlastarbeiten, elektrischen Gefährdungen, engen Räumen (Turm, Nabe) und abgelegenen Einsatzorten mit langen Rettungswegen. Standard sind daher persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA), Rettungskonzepte mit geübter Höhenrettung, Wetterlimits für Hub- und Höhenarbeiten sowie die GWO-Trainings (Global Wind Organisation) als branchenweite Mindestqualifikation. Offshore kommen Seenotrettung, Transfer und Helikopter-Sicherheit hinzu. SAFETEE betreut Errichtung, Service und Repowering von Windparks seit vielen Jahren.

Was ist ein HSE-Plan bzw. Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan?

Ein HSE-Plan ist das projektbezogene Sicherheitskonzept einer Baustelle oder eines Vorhabens. Er beschreibt Organisation und Verantwortlichkeiten, die relevanten Gefährdungen und Schutzmaßnahmen, Regeln für Zutritt, Arbeitsfreigaben und PSA, Notfall- und Rettungskonzept, Unterweisungs- und Begehungsrhythmen sowie das Reporting. Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) nach Baustellenverordnung ist das gesetzlich vorgeschriebene Pendant, das der SiGeKo für den Bauherrn erstellt und fortschreibt. In internationalen Projekten wird häufig ein HSE-Plan nach den Vorgaben des Auftraggebers verlangt.

Was bedeuten die Kennzahlen LTIF und TRIR?

LTIF (Lost Time Injury Frequency) und TRIR (Total Recordable Incident Rate) sind die gängigsten Kennzahlen zur Unfallhäufigkeit. Die LTIF zählt Unfälle mit Ausfallzeit je eine Million geleisteter Arbeitsstunden. Die TRIR zählt alle meldepflichtigen Verletzungen – auch ohne Ausfalltag – üblicherweise je 200.000 Arbeitsstunden nach dem US-amerikanischen OSHA-Standard. Beide Kennzahlen sind rückblickend (Lagging Indicators); ergänzend werden vorausschauende Kennzahlen wie Begehungen, Beinaheunfall-Meldungen und Unterweisungsquoten (Leading Indicators) genutzt. SAFETEE berichtet beide Arten im Projekt-Reporting.

Wie wird KI im Arbeitsschutz eingesetzt?

Künstliche Intelligenz unterstützt im Arbeitsschutz vor allem bei der Auswertung großer Datenmengen: Begehungsprotokolle, Beinaheunfall-Meldungen und Audit-Ergebnisse lassen sich automatisch auf Muster und Trends analysieren, Dokumente wie Gefährdungsbeurteilungen schneller erstellen und aktualisieren, und Unterweisungen adaptiv gestalten. Die Verantwortung für Bewertung und Maßnahmen bleibt beim Menschen. SAFETEE entwickelt unter dem Titel „KI Power“ eigene Anwendungen für diese Aufgaben und nutzt KI nur mit klaren Regeln zu Datenschutz und Datenklassifizierung.

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Beratung anfragen
Methoden & Tools

Sicherheitskultur verstehen.Methoden, Modelle und digitale Werkzeuge.

Safety-I und Safety-II, HOP, Bradley-Kurve, Just Culture sowie SAFETEE Kompass, SAFETEE Culture Modell und die SAFETEE Suite mit LMRA, HIRA, Ready-To-Go-Check, Index und Performance Monitor.

Was ist der Unterschied zwischen Safety-I und Safety-II?

Safety-I und Safety-II sind zwei Sichtweisen auf Arbeitssicherheit, die Erik Hollnagel 2014 gegenübergestellt hat. Safety-I definiert Sicherheit als Abwesenheit von Unfällen: Abweichungen werden gesucht, Ursachen beseitigt, Regeln verschärft. Safety-II definiert Sicherheit als die Fähigkeit, unter wechselnden Bedingungen erfolgreich zu arbeiten – und lernt deshalb auch aus dem, was täglich gut geht. Beide Sichtweisen ergänzen sich: Safety-I bleibt für Rechtspflichten, Gefährdungsbeurteilung und Unfalluntersuchung unverzichtbar; Safety-II erklärt, warum Arbeit trotz Störungen gelingt. SAFETEE nutzt beide Perspektiven, etwa in Begehungen, Learning Teams und der Auswertung von Beinaheunfällen. Mehr auf der Seite Sicherheitstechnische Methoden.

Was ist HOP (Human and Organizational Performance)?

HOP (Human and Organizational Performance) ist ein Ansatz aus der US-Nuklearindustrie, der Fehler als normalen Teil menschlicher Arbeit versteht und den Fokus auf die Bedingungen legt, unter denen gearbeitet wird. Die fünf Prinzipien nach Todd Conklin: Menschen machen Fehler; Schuldzuweisung löst nichts; der Kontext bestimmt das Verhalten; Lernen und Verbessern sind entscheidend; die Reaktion der Führung auf Fehler entscheidet über die Kultur. In der Praxis heißt das: Systeme fehlertolerant gestalten, Beinaheunfälle ohne Sanktion auswerten und die Menschen, die die Arbeit tun, an der Gestaltung der Verfahren beteiligen. SAFETEE setzt HOP-Elemente in der HSE-Kulturentwicklung ein.

Was bedeuten Work-as-Imagined und Work-as-Done?

Work-as-Imagined ist die Arbeit, wie sie in Verfahrensanweisungen, Gefährdungsbeurteilungen und Plänen gedacht ist. Work-as-Done ist die Arbeit, wie sie auf der Baustelle tatsächlich abläuft – mit Zeitdruck, Wetter, fehlendem Material und Improvisation. Je größer die Lücke zwischen beiden, desto weniger schützen die Verfahren. Sicherheitsarbeit nach Safety-II und HOP beginnt deshalb damit, diese Lücke sichtbar zu machen: durch Beobachtung vor Ort, Gespräche mit den Ausführenden und Learning Teams. HSE-Manager von SAFETEE prüfen bei Begehungen genau das: Passt das Verfahren zur Realität – oder muss das Verfahren angepasst werden?

Was ist die Bradley-Kurve und warum sieht SAFETEE sie kritisch?

Die Bradley-Kurve ist ein von DuPont seit den 1990er-Jahren vermarktetes Reifegradmodell der Sicherheitskultur mit vier Stufen: reaktiv, abhängig, unabhängig und interdependent. Mit steigender Stufe soll die Unfallrate sinken. SAFETEE nutzt die Kurve als Gesprächseinstieg, nicht als Steuerungsinstrument. Gründe: Es gibt keine unabhängige wissenschaftliche Validierung, kein Betrieb befindet sich durchgängig auf einer Stufe, das Modell erklärt Sicherheit über individuelles Verhalten statt über Rahmenbedingungen, und die Unfallrate ist ein nachlaufender Indikator, der sich auch durch Nichtmelden senken lässt. Alternativen sind die Kulturleiter nach Westrum und Hudson, Frühindikatoren und unser SAFETEE Culture Modell.

Was sind Learning Teams?

Learning Teams sind moderierte Gespräche zwischen den Menschen, die eine Arbeit ausführen, und denen, die sie planen und verantworten. Anlass kann ein Ereignis sein, aber auch normale Arbeit ohne Vorfall. Ziel ist nicht die Suche nach einem Schuldigen, sondern zu verstehen, wie die Arbeit tatsächlich abläuft, wo sie schwierig ist und welche Bedingungen geändert werden müssen. Ein Learning Team läuft in zwei Runden: erst Verstehen, dann Verbessern. SAFETEE moderiert Learning Teams nach Beinaheunfällen und bei wiederkehrenden Abweichungen – als Ergänzung zur klassischen Unfalluntersuchung, nicht als Ersatz.

Was ist eine Just Culture?

Just Culture bezeichnet eine Fehlerkultur, in der zwischen menschlichem Irrtum, riskantem Verhalten und bewusster Missachtung unterschieden wird – und die Konsequenz zur Ursache passt. Ein Irrtum wird durch Gestaltung und Unterstützung beantwortet, riskantes Verhalten durch Coaching und Klärung der Rahmenbedingungen, bewusste Missachtung durch klare Konsequenzen. Eine Just Culture ist keine Kultur ohne Verantwortung, sondern eine, in der Beschäftigte Beinaheunfälle melden, weil sie wissen, dass Melden nicht bestraft wird. Der SAFETEE Kompass macht diese Unterscheidung im Betrieb anwendbar.

Schließen sich Behaviour Based Safety und HOP aus?

Nein. Behaviour Based Safety (BBS) beobachtet und verstärkt sicheres Verhalten; HOP fragt, welche Bedingungen dieses Verhalten hervorbringen. In der Praxis greifen beide ineinander: Wer bei einer Beobachtung unsicheres Verhalten sieht, sollte nicht nur Feedback geben, sondern auch fragen, warum die sichere Variante schwerer war – fehlendes Werkzeug, Zeitdruck, ein unpassendes Verfahren. SAFETEE führt BBS deshalb immer mit Blick auf den Kontext ein: ohne Prämiensysteme, ohne Schuldzuweisung und mit Rückkopplung in die Gestaltung der Arbeit. Mehr dazu auf der Seite Behaviour Based Safety.

Was ist der SAFETEE Kompass?

Der SAFETEE Kompass ist unser Werkzeug, um Abweichungen und Mängel im Arbeitsschutz nach ihrer Ursache einzuordnen. Vier Achsen: Wissen (wusste die Person, was richtig ist?), Können (konnte sie es sicher ausführen?), Dürfen (war es erlaubt und freigegeben?) und Wollen (wollte sie es?). Erst wenn die Ursache klar ist, wird die Konsequenz festgelegt: Wer seine Schutzbrille nicht tragen will, braucht eine andere Antwort als jemand, der nicht wusste, dass sie Pflicht ist. Der Kompass verhindert damit die zwei häufigsten Fehlurteile: pauschale Sanktion und pauschale Nachschulung. Details auf der Seite SAFETEE Kompass.

Was ist das SAFETEE Culture Modell?

Das SAFETEE Culture Modell ist unser Gegenentwurf zur Bradley-Kurve. Es beschreibt Sicherheitskultur nicht als Reifestufe der Organisation, sondern als Entwicklung von Menschen innerhalb betrieblicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen: von den individuellen Voraussetzungen (Qualifikation, Ausbildung, Instinkt) über die individuelle Entwicklung (von Fremdbestimmung zu Selbstbestimmung durch Wissenstransfer) bis zum Safety-Culture-Multiplikator, der Sicherheitswissen an andere weitergibt. Mit jeder Ebene sinkt der mögliche Verletzungsbereich. Das Modell ist ein Praxismodell, keine validierte Theorie – das benennen wir offen. Details auf der Seite SAFETEE Culture Modell.

Was ist ein Safety-Culture-Multiplikator?

Ein Safety-Culture-Multiplikator ist eine Kollegin oder ein Kollege, der sicher arbeitet, weil er es so will – und dieses Wissen weitergibt. Im SAFETEE Culture Modell ist das die dritte Ebene. Wir erkennen diese Vorbilder im Betrieb, bilden sie aus (Feedback geben, Einarbeitung begleiten, Rahmenbedingungen mitgestalten) und binden sie in Unterweisung, Begehung und Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen ein. Multiplikatoren sind keine Sicherheitsbeauftragten im Sinne der DGUV Vorschrift 1, können aber dieselben Personen sein. Ihre Wirkung ist ein Frühindikator, den wir im Programm messen.

Was ist die SAFETEE Suite?

Die SAFETEE Suite ist unsere Software-Plattform für den Arbeitsschutz auf Baustellen und in Anlagen – ein Login, ein Dashboard, für unsere Kunden und unsere eigenen HSE-Manager. Erstes Modul und erstes KI-Tool ist die digitale LMRA: Ein Baustellenfoto wird in unter zwei Minuten zu einer dokumentierten Gefährdungsbeurteilung mit Bericht und Unterschrift. Dazu gehören HIRA (Hazard Identification and Risk Assessment), der Ready-To-Go-Check vor Baustellenstart, der SAFETEE Index als Kennzahl für die Sicherheitsleistung und der Performance Monitor mit Dashboards für alle Managementebenen. Die Suite ersetzt die gesetzliche Gefährdungsbeurteilung nicht, sie ergänzt sie. Übersicht auf der Seite SAFETEE Suite.

Was ist der Ready-To-Go-Check?

Der Ready-To-Go-Check (RTGC) prüft vor dem Start einer Baustelle alle Belange, die für einen sicheren Beginn erfüllt sein müssen: Qualifikationen und Unterweisungen der Beteiligten, Bodenbeschaffenheit und Zuwegung, Genehmigungen und Freigaben, Notfallorganisation, Vorgaben aus Arbeitsschutzrecht und Kundenstandards. Jeder Punkt wird bewertet; steht alles auf Grün, kann die Baustelle sicher und rechtssicher beginnen. Offene Punkte werden mit Priorität in die Ausführungsphase übernommen und nachverfolgt. Der RTGC ist Teil der SAFETEE Suite und wird von unseren HSE-Managern bereits in der Planungsphase eingesetzt.

Was ist der SAFETEE Index?

Der SAFETEE Index ist eine Kennzahl für die Sicherheitsleistung von Nachunternehmern, Firmen und Projekten. Unsere HSE-Manager dokumentieren Mängel vor Ort, ordnen sie dem Verursacher zu und bewerten sie nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensschwere. Aus dem Verhältnis von Findings zum Projektumfang entsteht der Index – vergleichbar über Firmen und Baustellen hinweg. Einkauf, Projektleitung und HSE erhalten damit eine belastbare Grundlage für Firmenauswahl, Gespräche mit Nachunternehmern und Maßnahmen im Projekt. Anders als LTIF oder TRIR ist der Index ein Frühindikator, weil er Mängel misst, nicht Unfälle.

Was zeigt der Performance Monitor?

Der Performance Monitor ist das Dashboard der SAFETEE Suite für alle Managementebenen. Er zeigt den SAFETEE Index, den Action-Log offener Maßnahmen, Heatmaps der Sicherheitsleistung, den Vergleich von Top- und Low-Performing-Firmen und die Baustellen auf der Karte. Ansichten lassen sich nach Themen und Nutzergruppen konfigurieren – die Bauleitung sieht ihre Baustelle, der Einkauf seine Firmen, die Geschäftsführung das Portfolio. Reportings entstehen auf Knopfdruck. Ziel ist, dass Entscheidungen über Sicherheit auf denselben Daten beruhen, die die HSE-Manager täglich vor Ort erheben.

Welche Methode passt zu welchem Betrieb?

Das hängt davon ab, wo ein Betrieb steht und was er erreichen will. Ein Betrieb mit vielen Fremdfirmen und wechselnden Baustellen braucht zuerst ein belastbares Safety-I-Fundament: Gefährdungsbeurteilung, Fremdfirmenmanagement, LMRA, klare Freigaben. Wer diese Basis hat und trotzdem wiederkehrende Abweichungen sieht, gewinnt mit Behaviour Based Safety und dem SAFETEE Kompass. Wer versteht, dass Verfahren und Realität auseinanderlaufen, arbeitet mit HOP, Learning Teams und Safety-II. Und wer Sicherheitskultur langfristig verankern will, setzt auf Vorbilder – das SAFETEE Culture Modell. Wir beginnen mit einer Kulturdiagnose und schlagen dann die Kombination vor, die zu Ihrem Betrieb passt. Einstieg über Safety Consulting.

Keine Treffer in diesem Bereich.

Sie wollen wissen, welche Methode zu Ihrem Betrieb passt? Wir beraten Sie – persönlich und ohne Verkaufsfolie.

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