Individuelle Voraussetzungen
Jeder bringt Skills mit: Qualifikation, Ausbildung, Instinkt, Intuition. Diese Ebene ist undefiniert – die Organisation kennt sie oft nicht. Wissenstransfer läuft empirisch, von Kollege zu Kollege.
Das SAFETEE Culture Modell ist unser Gegenentwurf zur Bradley-Kurve: Sicherheitskultur ist keine Stufe, die eine Organisation erreicht, sondern das Ergebnis von Rahmenbedingungen, in denen Situationen entstehen und Menschen arbeiten. Wir finden die Vorbilder in Ihrem Betrieb und bilden sie zu Safety-Culture-Multiplikatoren aus – von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung.
Das SAFETEE Culture Modell beschreibt Sicherheitskultur als Entwicklung von Menschen innerhalb betrieblicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen – nicht als Reifestufe der Organisation. Auf der ersten Ebene stehen die individuellen Voraussetzungen: Qualifikation, Ausbildung, Instinkt und Intuition. Auf der zweiten Ebene, der individuellen Entwicklung, verschiebt sich das Gewicht von Fremdbestimmung (Aufsicht, Training, Qualifikation) zu Selbstbestimmung durch Wissenstransfer. Auf der dritten Ebene wird aus der Person ein Safety-Culture-Multiplikator: ein Vorbild, das Sicherheitswissen weitergibt. Mit jeder Ebene sinkt der mögliche Verletzungsbereich.
Jeder bringt Skills mit: Qualifikation, Ausbildung, Instinkt, Intuition. Diese Ebene ist undefiniert – die Organisation kennt sie oft nicht. Wissenstransfer läuft empirisch, von Kollege zu Kollege.
Der Betrieb definiert Anforderungen, weist an, schult, qualifiziert – Fremdbestimmung. Mit jedem verstandenen Warum wächst die Selbstbestimmung: Die Person handelt sicher, weil sie es will, nicht weil jemand zusieht.
Die Vorbilder im Betrieb werden erkannt und ausgebildet. Sie geben Sicherheitswissen weiter, prägen die Rahmenbedingungen mit und tragen die Kultur an neue Kolleginnen und Kollegen.
Die Bradley-Kurve ordnet Organisationen auf einer Stufenleiter ein und verspricht sinkende Unfallraten mit steigender Reife. Das SAFETEE Culture Modell setzt eine Ebene tiefer an – bei den Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten:
Wir nutzen die Bradley-Kurve als Gesprächsbild, wenn Kunden sie kennen. Für die Arbeit im Betrieb ist das Modell nützlicher, weil es sagt, wo anzusetzen ist: bei Bedingungen und Menschen, nicht bei einer Stufe.
Regeln, Freigaben, Betriebsanweisungen: Was der Betrieb definiert, bestimmt, was Beschäftigte dürfen – und was sie sich selbst zurechtlegen müssen.
Termindruck, fehlendes Werkzeug, zu wenig Personal: Die häufigste Ursache riskanten Verhaltens ist eine Situation, nicht eine Haltung.
Fremdbestimmung ist am Anfang richtig. Sie muss aber in Verstehen übergehen, sonst bleibt sicheres Verhalten an die Aufsicht gebunden.
Wie Führung auf Abweichungen reagiert, entscheidet, ob Wissen weitergegeben oder versteckt wird.
In jedem Betrieb gibt es Menschen, die sicher arbeiten, weil sie es so wollen. Sie sind der Kern der Kultur – wenn man sie erkennt.
Empirisch, formal, sicherheitsbezogen: Über welche Wege Wissen im Betrieb wandert, entscheidet, wie schnell die Kultur wächst.
Das Modell ist die Landkarte, das Programm der Weg. So setzen wir es mit Ihnen um – meist verbunden mit Behaviour Based Safety und dem SAFETEE Kompass:
Betriebliche und gesetzliche Anforderungen, Situationen, Zeit, Ausstattung, Führung: Wo entstehen riskante Situationen – unabhängig von Personen?
Wer arbeitet sicher, weil er es will? Beobachtung, Gespräche mit Führung und Belegschaft, keine Nominierung von oben.
Schulung der Vorbilder: Feedback geben, Wissen weitergeben, neue Kolleginnen und Kollegen einarbeiten, Rahmenbedingungen mitgestalten.
Multiplikatoren in Unterweisung, Einarbeitung und Begehung eingebunden; Auswertung von Wissenstransfer und Selbstbestimmung.
Kultur wird nicht verordnet, sie wird abgeschaut. Ein Vorbild in der Kolonne wirkt stärker als jede Kampagne – weil es zeigt, dass sicheres Arbeiten unter den realen Bedingungen möglich ist. Multiplikatoren tragen die Kultur an Menschen weiter, die eine Führungskraft nie erreicht.
Das SAFETEE Culture Modell ist ein Praxismodell aus unseren Projekten, keine validierte Theorie. Es ersetzt weder Gefährdungsbeurteilung noch technische Sicherheit. Was es leistet: Es sagt, wo Kulturarbeit ansetzt – und liefert Größen, die sich beobachten lassen.
Aus dem SAFETEE Culture Modell – je Ebene ihr Zustand, das Verhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung und die Art des Wissenstransfers:
Der Weg zur Sicherheitskultur-Exzellenz führt durch alle drei Ebenen; mit jeder Ebene wird der mögliche Verletzungsbereich kleiner. Ziel ist nicht null Risiko, sondern Menschen, die sicher arbeiten wollen – und andere mitnehmen.
Das SAFETEE Culture Modell ist Teil unseres Safety Consultings. Diese Bausteine greifen ineinander:
Safety-I, Safety-II, HOP und die Bradley-Kurve – kritisch eingeordnet.
Sicherheitskultur, Organisation und Führung – Beratung über die Pflicht hinaus.
Schulungen für Multiplikatoren, Führungskräfte und Beobachter.
Ein Praxismodell für Sicherheitskultur, das SAFETEE aus seinen Projekten entwickelt hat. Es beschreibt drei Ebenen – individuelle Voraussetzungen, individuelle Entwicklung, Safety-Culture-Multiplikator – innerhalb betrieblicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen. Der Kern: Kultur entsteht in Situationen, die der Betrieb gestaltet, und wächst durch Vorbilder, die Sicherheitswissen weitergeben.
Die Bradley-Kurve ordnet die Organisation auf einer linearen Stufenleiter ein und misst Reife an der Unfallrate. Das SAFETEE Culture Modell betrachtet Menschen in ihren Rahmenbedingungen, beschreibt den Weg von Fremd- zu Selbstbestimmung je Person und setzt auf Vorbilder als Multiplikatoren. Es verspricht keine Kurve, sondern benennt Hebel: Bedingungen, Wissenstransfer, Multiplikatoren.
Eine Kollegin oder ein Kollege, der sicher arbeitet, weil er es so will – und dieses Wissen weitergibt. Wir erkennen diese Vorbilder im Betrieb, bilden sie aus (Feedback, Einarbeitung, Wissenstransfer, Mitgestaltung von Rahmenbedingungen) und binden sie in Unterweisung, Begehung und Einarbeitung ein. Multiplikatoren sind keine Sicherheitsbeauftragten im rechtlichen Sinn, können aber dieselben Personen sein.
Nein – es ist ein Praxismodell, das wir offen als solches benennen. Es greift Erkenntnisse aus HOP und Safety-II auf (Kontext bestimmt Verhalten, Arbeit gelingt durch Anpassung) und setzt sie in eine Struktur um, die sich im Betrieb beobachten lässt: Anteil Selbstbestimmung, Zahl und Wirkung der Multiplikatoren, Wege des Wissenstransfers.
Erste Vorbilder sind nach der Analyse in wenigen Wochen identifiziert und geschult. Spürbar wird ihre Wirkung, wenn sie in Einarbeitung und Begehung fest eingebunden sind – in der Regel nach sechs bis zwölf Monaten, abhängig von Betriebsgröße und Fluktuation. Wir messen das an Frühindikatoren, nicht an der Unfallrate.
Ja, es ist die Grundlage unseres BBS-Ansatzes: BBS liefert Beobachtung und Feedback, das Modell sagt, worauf sie zielen – Rahmenbedingungen verbessern, Selbstbestimmung fördern, Multiplikatoren ausbilden. Der SAFETEE Kompass ergänzt beides um die faire Einordnung von Mängeln.
Branche, Betriebsgröße, Ausgangslage: Mit drei Angaben sagen wir Ihnen, wie Analyse und Multiplikatoren-Programm aussehen – und melden uns innerhalb eines Werktags.
