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SAFETEE Culture Modell

Kultur entsteht in Rahmen­bedingungen.Und wächst durch Vorbilder.

Das SAFETEE Culture Modell ist unser Gegenentwurf zur Bradley-Kurve: Sicherheitskultur ist keine Stufe, die eine Organisation erreicht, sondern das Ergebnis von Rahmenbedingungen, in denen Situationen entstehen und Menschen arbeiten. Wir finden die Vorbilder in Ihrem Betrieb und bilden sie zu Safety-Culture-Multiplikatoren aus – von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung.

Drei Ebenen · ein WegVorbilder als MultiplikatorenBaustein von Safety Consulting
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Von Voraussetzungen zum Multiplikator.Modell
Mit jeder Ebene wächst der Anteil Selbstbestimmung – und der mögliche Verletzungsbereich wird kleiner.
01
Was das SAFETEE Culture Modell ist

Drei Ebenen.
Ein Weg zur Exzellenz.

Das SAFETEE Culture Modell beschreibt Sicherheitskultur als Entwicklung von Menschen innerhalb betrieblicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen – nicht als Reifestufe der Organisation. Auf der ersten Ebene stehen die individuellen Voraussetzungen: Qualifikation, Ausbildung, Instinkt und Intuition. Auf der zweiten Ebene, der individuellen Entwicklung, verschiebt sich das Gewicht von Fremdbestimmung (Aufsicht, Training, Qualifikation) zu Selbstbestimmung durch Wissenstransfer. Auf der dritten Ebene wird aus der Person ein Safety-Culture-Multiplikator: ein Vorbild, das Sicherheitswissen weitergibt. Mit jeder Ebene sinkt der mögliche Verletzungsbereich.

Individuelle Voraussetzungen

Jeder bringt Skills mit: Qualifikation, Ausbildung, Instinkt, Intuition. Diese Ebene ist undefiniert – die Organisation kennt sie oft nicht. Wissenstransfer läuft empirisch, von Kollege zu Kollege.

Individuelle Entwicklung

Der Betrieb definiert Anforderungen, weist an, schult, qualifiziert – Fremdbestimmung. Mit jedem verstandenen Warum wächst die Selbstbestimmung: Die Person handelt sicher, weil sie es will, nicht weil jemand zusieht.

Safety-Culture-Multiplikator

Die Vorbilder im Betrieb werden erkannt und ausgebildet. Sie geben Sicherheitswissen weiter, prägen die Rahmenbedingungen mit und tragen die Kultur an neue Kolleginnen und Kollegen.

02
Modell statt Kurve

Was das Modell
anders macht als die Bradley-Kurve.

Die Bradley-Kurve ordnet Organisationen auf einer Stufenleiter ein und verspricht sinkende Unfallraten mit steigender Reife. Das SAFETEE Culture Modell setzt eine Ebene tiefer an – bei den Bedingungen, unter denen Menschen arbeiten:

Bradley-Kurve
SAFETEE Culture Modell
Betrachtet wird …
… die Organisation als Ganzes, eingeordnet in vier Stufen von reaktiv bis interdependent.
… der Mensch in seinen Rahmenbedingungen: betriebliche und gesetzliche Anforderungen, Situation, Voraussetzungen.
Der Weg ist …
… linear und für alle gleich: eine Stufe nach der anderen.
… individuell: von Fremd- zu Selbstbestimmung, je Person unterschiedlich weit – gleichzeitig im selben Betrieb.
Der Hebel ist …
… das Programm, das die Organisation auf die nächste Stufe hebt.
… Rahmenbedingungen und Vorbilder: Situationen gestalten, Multiplikatoren finden und ausbilden.
Gemessen wird …
… die Unfallrate – nachlaufend, und auch durch Nichtmelden zu senken.
… Anteil Selbstbestimmung, Zahl und Wirkung der Multiplikatoren, Wissenstransfer – vorlaufend.
Der Beleg ist …
… eine Anbieterdarstellung ohne unabhängige Validierung.
… ein Praxismodell aus unseren Projekten – ebenfalls keine Studie, aber mit beobachtbaren Größen.

Wir nutzen die Bradley-Kurve als Gesprächsbild, wenn Kunden sie kennen. Für die Arbeit im Betrieb ist das Modell nützlicher, weil es sagt, wo anzusetzen ist: bei Bedingungen und Menschen, nicht bei einer Stufe.

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03
Rahmenbedingungen

Sechs Bedingungen,
die Situationen und Verhalten formen.

Vorgaben und Erlaubnis

Regeln, Freigaben, Betriebsanweisungen: Was der Betrieb definiert, bestimmt, was Beschäftigte dürfen – und was sie sich selbst zurechtlegen müssen.

Zeit und Ressourcen

Termindruck, fehlendes Werkzeug, zu wenig Personal: Die häufigste Ursache riskanten Verhaltens ist eine Situation, nicht eine Haltung.

Qualifikation und Training

Fremdbestimmung ist am Anfang richtig. Sie muss aber in Verstehen übergehen, sonst bleibt sicheres Verhalten an die Aufsicht gebunden.

Aufsicht und Feedback

Wie Führung auf Abweichungen reagiert, entscheidet, ob Wissen weitergegeben oder versteckt wird.

Vorbilder

In jedem Betrieb gibt es Menschen, die sicher arbeiten, weil sie es so wollen. Sie sind der Kern der Kultur – wenn man sie erkennt.

Wissenstransfer

Empirisch, formal, sicherheitsbezogen: Über welche Wege Wissen im Betrieb wandert, entscheidet, wie schnell die Kultur wächst.

Drei Ebenen
VoraussetzungenEntwicklungMultiplikatorFremdbestimmungSelbstbestimmungWissenstransferVoraussetzungenEntwicklungMultiplikatorFremdbestimmungSelbstbestimmungWissenstransfer
04
Vom Modell zum Programm

In vier Schritten
zu Multiplikatoren.

Das Modell ist die Landkarte, das Programm der Weg. So setzen wir es mit Ihnen um – meist verbunden mit Behaviour Based Safety und dem SAFETEE Kompass:

01

Rahmen analysieren

Betriebliche und gesetzliche Anforderungen, Situationen, Zeit, Ausstattung, Führung: Wo entstehen riskante Situationen – unabhängig von Personen?

02

Vorbilder finden

Wer arbeitet sicher, weil er es will? Beobachtung, Gespräche mit Führung und Belegschaft, keine Nominierung von oben.

03

Multiplikatoren ausbilden

Schulung der Vorbilder: Feedback geben, Wissen weitergeben, neue Kolleginnen und Kollegen einarbeiten, Rahmenbedingungen mitgestalten.

04

Transfer verankern

Multiplikatoren in Unterweisung, Einarbeitung und Begehung eingebunden; Auswertung von Wissenstransfer und Selbstbestimmung.

Warum Vorbilder

Kultur wird nicht verordnet, sie wird abgeschaut. Ein Vorbild in der Kolonne wirkt stärker als jede Kampagne – weil es zeigt, dass sicheres Arbeiten unter den realen Bedingungen möglich ist. Multiplikatoren tragen die Kultur an Menschen weiter, die eine Führungskraft nie erreicht.

Grenzen des Modells

Das SAFETEE Culture Modell ist ein Praxismodell aus unseren Projekten, keine validierte Theorie. Es ersetzt weder Gefährdungsbeurteilung noch technische Sicherheit. Was es leistet: Es sagt, wo Kulturarbeit ansetzt – und liefert Größen, die sich beobachten lassen.

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05
Die drei Ebenen im Detail

Zustand, Rahmen,
Wissenstransfer.

Aus dem SAFETEE Culture Modell – je Ebene ihr Zustand, das Verhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung und die Art des Wissenstransfers:

Ebene 1 · Individuelle Voraussetzungen
Zustand undefiniert · Skills: Qualifikation, Ausbildung, Instinkt, Intuition · empirischer Wissenstransfer
Ebene 2 · Individuelle Entwicklung
Zustand definiert und bekannt · Fremdbestimmung (Aufsicht, Training, Qualifikation) geht in Selbstbestimmung über · Wissenstransfer
Ebene 3 · Safety-Culture-Multiplikator
Zustand verbessert · Selbstbestimmung überwiegt · Sicherheits-Wissenstransfer an andere
Rahmen
Betriebliche Anforderungen und gesetzliche Anforderungen umschließen alle drei Ebenen – Kultur entsteht innerhalb, nicht außerhalb dieses Rahmens

Der Weg zur Sicherheitskultur-Exzellenz führt durch alle drei Ebenen; mit jeder Ebene wird der mögliche Verletzungsbereich kleiner. Ziel ist nicht null Risiko, sondern Menschen, die sicher arbeiten wollen – und andere mitnehmen.

06
Häufige Fragen

Was Unternehmen
zum Modell fragen.

Was ist das SAFETEE Culture Modell?

Ein Praxismodell für Sicherheitskultur, das SAFETEE aus seinen Projekten entwickelt hat. Es beschreibt drei Ebenen – individuelle Voraussetzungen, individuelle Entwicklung, Safety-Culture-Multiplikator – innerhalb betrieblicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen. Der Kern: Kultur entsteht in Situationen, die der Betrieb gestaltet, und wächst durch Vorbilder, die Sicherheitswissen weitergeben.

Worin unterscheidet es sich von der Bradley-Kurve?

Die Bradley-Kurve ordnet die Organisation auf einer linearen Stufenleiter ein und misst Reife an der Unfallrate. Das SAFETEE Culture Modell betrachtet Menschen in ihren Rahmenbedingungen, beschreibt den Weg von Fremd- zu Selbstbestimmung je Person und setzt auf Vorbilder als Multiplikatoren. Es verspricht keine Kurve, sondern benennt Hebel: Bedingungen, Wissenstransfer, Multiplikatoren.

Was ist ein Safety-Culture-Multiplikator?

Eine Kollegin oder ein Kollege, der sicher arbeitet, weil er es so will – und dieses Wissen weitergibt. Wir erkennen diese Vorbilder im Betrieb, bilden sie aus (Feedback, Einarbeitung, Wissenstransfer, Mitgestaltung von Rahmenbedingungen) und binden sie in Unterweisung, Begehung und Einarbeitung ein. Multiplikatoren sind keine Sicherheitsbeauftragten im rechtlichen Sinn, können aber dieselben Personen sein.

Ist das Modell wissenschaftlich validiert?

Nein – es ist ein Praxismodell, das wir offen als solches benennen. Es greift Erkenntnisse aus HOP und Safety-II auf (Kontext bestimmt Verhalten, Arbeit gelingt durch Anpassung) und setzt sie in eine Struktur um, die sich im Betrieb beobachten lässt: Anteil Selbstbestimmung, Zahl und Wirkung der Multiplikatoren, Wege des Wissenstransfers.

Wie lange dauert es, bis Multiplikatoren wirken?

Erste Vorbilder sind nach der Analyse in wenigen Wochen identifiziert und geschult. Spürbar wird ihre Wirkung, wenn sie in Einarbeitung und Begehung fest eingebunden sind – in der Regel nach sechs bis zwölf Monaten, abhängig von Betriebsgröße und Fluktuation. Wir messen das an Frühindikatoren, nicht an der Unfallrate.

Passt das Modell zu Behaviour Based Safety?

Ja, es ist die Grundlage unseres BBS-Ansatzes: BBS liefert Beobachtung und Feedback, das Modell sagt, worauf sie zielen – Rahmenbedingungen verbessern, Selbstbestimmung fördern, Multiplikatoren ausbilden. Der SAFETEE Kompass ergänzt beides um die faire Einordnung von Mängeln.

07
Ihre Rahmenbedingungen, Ihre Vorbilder

Sprechen wir über die Sicherheitskultur in Ihrem Betrieb.

Branche, Betriebsgröße, Ausgangslage: Mit drei Angaben sagen wir Ihnen, wie Analyse und Multiplikatoren-Programm aussehen – und melden uns innerhalb eines Werktags.