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HSE im Netzausbau: Umspannwerke, Konverter, Kabeltrassen

Bauen neben der Hoch­spannung.Mit klaren Freigaben.

Im Netzausbau treffen Tiefbau, Schwerlast und Arbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile aufeinander, oft in Anlagen, die weiter in Betrieb sind. SAFETEE koordiniert als SiGeKo nach Baustellenverordnung und mit HSE-Management vor Ort, abgestimmt mit dem Anlagenverantwortlichen des Netzbetreibers.

SiGeKo nach BaustellenverordnungFreigaben nach DIN VDE 0105-100 im BlickVon der Muffengrube bis zum Schaltfeld
Stand: 18.10.2026
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Die Trasse.Netzausbau
HGÜBahn380 kV01KonverterSchaltanweisung02KabelgrabenGrabenverbau03QuerungBohrplan HDD04UmspannwerkFreigabe zur Arbeit
Scrollen Sie: Der Lichtpunkt folgt dem Kabel vom Konverter über Graben und Querung bis ins Umspannwerk.
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Kurz erklärt

Was bedeutet HSE im Netzausbau?
Tiefbau, Schwerlast, Hochspannung.

HSE im Netzausbau heißt, den Arbeitsschutz auf Baustellen für Umspannwerke, Konverter und Kabeltrassen zu koordinieren, oft neben Anlagenteilen, die unter Spannung bleiben. SAFETEE übernimmt die Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination nach Baustellenverordnung und das HSE-Management vor Ort und stimmt beides mit den Freigabeprozessen des Netzbetreibers ab. Für Netzbetreiber, EPC-Auftragnehmer und Bauherren.

Die Anlage bleibt oft in Betrieb

Umbau und Erweiterung laufen häufig neben Schaltfeldern, die unter Spannung stehen. Wer wo arbeiten darf, regeln Schaltanweisung, Freischaltung und die Freigabe zur Arbeit durch den Netzbetreiber.

Die Trasse ist eine Wanderbaustelle

Kabelgräben, Muffengruben und Bohrungen ziehen über viele Kilometer durch Felder, Wege und Ortslagen. Arbeitsbereiche, Zufahrten und Rettungswege ändern sich mit dem Baufortschritt.

Viele Gewerke, zwei Regelwelten

Tiefbau, Stahlbau, Schwerlast und Elektromontage arbeiten nebeneinander. Baustellenverordnung und die elektrotechnischen Betriebsregeln des Netzbetreibers müssen auf der Baustelle zusammenpassen.

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Was SAFETEE im Netzausbau leistet

Koordination auf der Baustelle.
Abgestimmt mit dem Netzbetreiber.

Die elektrotechnische Verantwortung für die Anlage bleibt beim Netzbetreiber und seinem Anlagenverantwortlichen. Wir sorgen dafür, dass Bauablauf, Firmen und Freigaben dazu passen und alle auf der Baustelle wissen, was gilt.

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SiGeKo nach Baustellenverordnung

Planungs- und Ausführungskoordination für Umspannwerk, Konverter und Trasse, mit einem SiGe-Plan, der Tiefbau, Schwerlast und Elektromontage zusammenführt.

  • Vorankündigung, SiGe-Plan und Baustellenordnung
  • Besonders gefährliche Arbeiten nach Anhang II im Blick
  • Unterlage für spätere Arbeiten an der Anlage
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HSE-Management vor Ort

HSE-Managerinnen und HSE-Manager auf der Baustelle für Netzbetreiber, EPC-Auftragnehmer oder Bauunternehmen: Unterweisungen, Begehungen, Kennzahlen und die Abstimmung mit Behörden und Berufsgenossenschaft.

  • Toolbox am Morgen und Unterweisungen
  • Begehungen in Umspannwerk, Graben und Muffengrube
  • Kennzahlen und Berichte für Ihr Reporting
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Fremdfirmen, Freigaben, LMRA

Wir koordinieren Zutritt und Unterweisung aller Firmen und unterstützen die Freigabe- und Schaltprozesse des Netzbetreibers: Arbeitsbereiche, Abschrankungen und Übergaben sind vor Arbeitsbeginn geklärt.

  • Fremdfirmenkoordination nach DGUV Vorschrift 1
  • Abstimmung mit Anlagen- und Arbeitsverantwortlichen
  • LMRA mit der SAFETEE LMRA-App

Getrennt davon berät unser Safety Consulting Netz- und Anlagenbetreiber zu Pflichten und Haftung: Beratung zur Betreiberhaftung. Beratung und operative Koordination bleiben getrennte Rollen, die sich ergänzen.

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Typische Gefährdungen im Netzausbau

Sechs Gefährdungen.
Von der Muffengrube bis zum Schaltfeld.

Arbeiten neben Spannung

Im Umspannwerk bleiben Nachbarfelder oft in Betrieb. Schutzabstände, Abschrankungen und die fünf Sicherheitsregeln bestimmen, wo gearbeitet werden darf, bevor die erste Leiter steht.

Schaltanweisung und Freigabe

DIN VDE 0105-100 trennt die Verantwortung für den Anlagenbetrieb von der für die Arbeit vor Ort. Die Montage beginnt erst, wenn die Arbeitsstelle hergestellt und die Freigabe zur Arbeit erteilt ist.

Transformator, Schwerlast und Kran

Großtransformatoren wiegen oft mehrere hundert Tonnen. Genehmigter Schwertransport, tragfähige Wege, Hub- und Verschubplanung und Kranarbeiten mit Abstand zu Freileitungen gehören in den SiGe-Plan.

Kabelgraben und Muffengrube

Gräben tiefer als 1,25 m brauchen Böschung oder Verbau nach DIN 4124. Dazu kommen Leitungsauskunft, Aushub am Grabenrand, Einstiege und Wasserhaltung, auf Trassen über viele Kilometer.

HDD-Bohrungen und Querungen

Unter Straßen, Bahnlinien und Gewässern wird gebohrt statt gegraben. Bohrspülung unter Druck, Fremdleitungen, Gleisnähe und Verkehrssicherung nach RSA 21 verlangen Abstimmung mit Bahn, Straßenbaulastträger und Bohrfirma.

Rückbau von Altanlagen

Alte Schaltanlagen und Transformatoren können Schadstoffe enthalten, etwa PCB in Isolierölen, Asbest oder SF6 in gasisolierten Anlagen. Erkundung, Freischalten und Sperrbereiche kommen vor dem ersten Schnitt. Wie das auf einer Abbruchbaustelle aussieht, zeigt das Beispiel Umspannwerks-Rückbau.

Aus dem Einsatz

„Windkraft, UW oder Muffengrube, mit SAFETEE wird es definitiv nicht langweilig.“

Kristin Kalff, HSE-Managerin bei SAFETEE

Toolbox am Morgen, LMRA vor besonderen und gefährlichen Arbeiten, Kommunikation mit allen Gewerken: Genau da entsteht Sicherheit.

Ein Tag im Umspannwerk
Toolbox am MorgenFreigabe zur ArbeitBegehung KabelgrabenLMRA vor dem HubAbstimmung mit dem AnlagenverantwortlichenBerichtToolbox am MorgenFreigabe zur ArbeitBegehung KabelgrabenLMRA vor dem HubAbstimmung mit dem AnlagenverantwortlichenBericht
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HSE im Freileitungsbau: Umbeseilung, Isolatortausch, Mastarbeiten

Was ist beim Umbau einer Freileitung für die Sicherheit wichtig?
Höhe, Spannung, Seilzug.

Beim Umbau einer Freileitung arbeiten Monteure in großer Höhe am Mast, oft neben einem System, das unter Spannung bleibt, und ziehen Leiterseile über Straßen, Bahnen und andere Leitungen. Sicher wird das mit Absturzschutz und Rettungskonzept, Freischaltung und Erdung durch den Netzbetreiber, geplanten Kreuzungen und einer Koordination, die alle Firmen auf der Trasse zusammenführt.

Höhe und Mast

Steigen am Mast, Arbeiten an Traverse und Isolatorkette: Steigschutz, Auffangsystem und ein Rettungskonzept stehen vor dem ersten Schritt. Wer im Gurt hängt, wird unverzüglich gerettet; bewegungsloses Hängen darf nach DGUV Regel 112-198 nicht länger als rund 20 Minuten dauern.

Spannungsnähe und Induktion

Beim Umbau bleibt häufig ein System in Betrieb. Schutzabstände nach DIN VDE 0105-100, Freischaltung und Freigabe zur Arbeit durch den Netzbetreiber bestimmen, wo gearbeitet wird. Parallel laufende Leitungen induzieren Spannung in freigeschaltete Seile, deshalb gehören Erdung und Potentialausgleich an jede Arbeitsstelle.

Seilzug und Kreuzungen

Alte Seile heraus, neue Leiter- und Erdseile hinein: Winden und Bremsen halten die Seilspannung über Kilometer. Ein Seil, das sich löst, schnellt zurück. Kreuzungen von Straßen, Bahnen und anderen Leitungen brauchen Schutzgerüste, Sperrzeiten und die Abstimmung mit Straßenbaulastträger, Bahn und Netzbetreiber.

Logistik und Montageflächen

Jeder Mast ist ein eigener Arbeitsplatz: Zufahrten über Feldwege, Montageflächen für Winden, Seiltrommeln und Kran, Witterung und Flurschaden. Dazu Verkehrssicherung an Querungen sowie Rettungswege und Treffpunkte, die mit dem Baufortschritt über die Trasse wandern.

Welche Regeln gelten für Arbeiten an Freileitungen?

Grundlage sind DIN VDE 0105-100 (Ausgabe 2015-10 mit A1:2017, Neuausgabe im Entwurf bis 04.11.2026) und DGUV Vorschrift 3. Absturzschutz am Mast regelt DGUV Information 203-047 (Juni 2026), die Rettung aus der Höhe DGUV Regel 112-198 und 112-199. Absturz über 7 m und Arbeiten näher als 5 m an Hochspannungsleitungen sind besonders gefährlich nach Anhang II BaustellV. Quelle: DGUV, DIN Media, BaustellV; Stand 18.10.2026.

Marktkontext: Mit dem Netzentwicklungsplan Strom 2023–2037/2045 hat die Bundesnetzagentur am 01.03.2024 neben rund 4.800 km Neubau rund 2.500 km Verstärkung bestehender Verbindungen bestätigt. Verstärkung heißt Umbau auf bestehenden Trassen: Umbeseilung, Isolatortausch, Mastverstärkung, meist bei laufendem Betrieb des Nachbarsystems. Der Folgeplan Version 2025 ist noch nicht bestätigt (Stand 18.10.2026). Quelle: Bundesnetzagentur.

Internationale Auftragnehmer auf deutschen Höchstspannungsbaustellen begleiten wir vor Ort: SAFETEE übersetzt Baustellenverordnung, DGUV-Regelwerk und die Vorgaben des Netzbetreibers in den Baustellenalltag, auf Wunsch auf Englisch. Dafür stellen wir SiGeKo, HSE-Management im Projekt und Fremdfirmenmanagement, einzeln oder kombiniert. Sprechen wir über Ihre Leitung.

Stand: 18.10.2026

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So läuft es

Vier Schritte.
Ein Ansprechpartner.

Am besten steigen wir ein, wenn Trasse, Baustelleneinrichtung und Bauabschnitte geplant werden. Dann passen Bauablauf und Schaltprogramm des Netzbetreibers von Anfang an zusammen.

1

Planen

SiGe-Plan, Vorankündigung und Abstimmung mit den Betriebsregeln des Netzbetreibers für alle Bauabschnitte.

2

Trasse und Tiefbau

Koordination von Kabelgraben, Muffengruben, HDD-Bohrungen und Querungen von Straße und Bahn.

3

Montage und Schwerlast

Trafotransport, Kranhübe, Stahlbau und Elektromontage neben Anlagenteilen in Betrieb.

4

Inbetriebnahme und Übergabe

Freigaben, Abschlussbegehung und Übergabe der Unterlage für spätere Arbeiten.

Rollen klar getrennt

Der Netzbetreiber verantwortet die Anlage

Anlagen- und Arbeitsverantwortliche nach DIN VDE 0105-100 benennen Netzbetreiber und ausführende Elektrofirma. Sie entscheiden über Schaltungen, Freischaltung und Freigabe zur Arbeit.

SAFETEE koordiniert die Baustelle

Als SiGeKo und HSE-Management sorgen wir dafür, dass Bauablauf, Firmen und Freigaben ineinandergreifen: Wer arbeitet wann in welchem Bereich, wer ist unterwiesen, und was ist vor Arbeitsbeginn geklärt.

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Zahlen und Regeln

Was für den Netzausbau gilt.
Mit Quelle und Datum.

16.879 km
Leitungsvorhaben nach EnLAG und BBPlG
Gesamtlänge, Stand 30.06.2026
4.404 km
Genehmigt, vor oder im Bau
Stand 30.06.2026
1.865 km
Fertiggestellt
Stand 30.06.2026
2.000 km
Genehmigt im Jahr 2025
rund, laut Bundesnetzagentur

Quelle: Bundesnetzagentur, Monitoring zum Netzausbau (Stichtag 30.06.2026) und Pressemitteilung vom 02.01.2026.

Beispiele aus dem Markt, öffentlich berichtet: SuedLink, rund 700 km Erdkabel mit 4 GW, wird in allen sechs Bundesländern gebaut; der Tunnelvortrieb unter der Elbe wurde im Juni 2026 abgeschlossen (Netzbetreiber-Meldung vom 23.06.2026). In Wöhrden (Schleswig-Holstein) startete am 21.01.2026 der Bau des HeideHub mit Konverter und Umspannwerk.

Was sieht der Netzentwicklungsplan vor?

Mit dem Netzentwicklungsplan Strom 2023–2037/2045 hat die Bundesnetzagentur am 01.03.2024 rund 4.800 km neue Leitungen und rund 2.500 km Verstärkung bestehender Verbindungen bestätigt, dazu fünf neue HGÜ-Verbindungen mit je 2 GW. Der Folgeplan, Version 2025, ist noch nicht bestätigt; die Bundesnetzagentur hat ihre vorläufigen Prüfergebnisse vom 12.06. bis 24.08.2026 konsultiert (Stand 18.10.2026). Quelle: Bundesnetzagentur.

Was sind die fünf Sicherheitsregeln?

Vor Arbeiten an elektrischen Anlagen wird der spannungsfreie Zustand in fester Reihenfolge hergestellt: 1. Freischalten, 2. gegen Wiedereinschalten sichern, 3. Spannungsfreiheit feststellen, 4. Erden und Kurzschließen, 5. benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken. Quelle: DIN VDE 0105-100; BG ETEM.

Welche Abstände gelten neben Hochspannung?

Für nichtelektrotechnische Arbeiten, etwa Bau- und Kranarbeiten, nennt DIN VDE 0105-100 (Tabelle 103) Schutzabstände zu unter Spannung stehenden Teilen: 1 m bis 1 kV, 3 m bis 110 kV, 4 m bis 220 kV, 5 m bis 380 kV; DGUV Vorschrift 3 § 7 verlangt, diese Abstände einzuhalten. Arbeiten näher als 5 m an Hochspannungsleitungen sind nach Anhang II BaustellV besonders gefährlich. Quelle: DIN VDE 0105-100; DGUV V3 § 7; BaustellV.

Wann braucht ein Kabelgraben Verbau?

Nach DIN 4124 dürfen Gräben bis 1,25 m Tiefe ohne Sicherung mit senkrechten Wänden ausgehoben werden, wenn der Boden standfest ist. Tiefere Gräben werden geböscht oder verbaut. Auf Trassen mit Muffengruben und Querungen gehört die Verbauplanung deshalb in den SiGe-Plan jedes Bauabschnitts. Quelle: DIN 4124:2012-01.

Quellen und Regelwerke

Stand: 18.10.2026

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Häufige Fragen

Was Bauherren
im Netzausbau wissen wollen.

Braucht eine Umspannwerksbaustelle einen SiGeKo?

In aller Regel ja. Neubau, Erweiterung und Umbau eines Umspannwerks sind Bauvorhaben im Sinne der Baustellenverordnung. Sind Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig, etwa Tiefbau, Stahlbau und Elektromontage, bestellt der Bauherr einen Koordinator. Arbeiten näher als 5 m an Hochspannungsleitungen zählen nach Anhang II zu den besonders gefährlichen Arbeiten, dann ist zusätzlich ein SiGe-Plan Pflicht.

Wer ist Anlagenverantwortlicher, und wer koordiniert?

Den Anlagenverantwortlichen nach DIN VDE 0105-100 benennt der Netzbetreiber. Er trägt die Verantwortung für den sicheren Betrieb der Anlage während der Arbeiten. Der Arbeitsverantwortliche verantwortet die Durchführung der Arbeit vor Ort. Der SiGeKo koordiniert nach Baustellenverordnung alle Firmen auf der Baustelle. Die Rollen ergänzen sich und ersetzen einander nicht.

Welche Qualifikation braucht HSE-Personal im Umspannwerk?

Abgeschlossene elektrische Betriebsstätten dürfen nur Elektrofachkräfte und elektrotechnisch unterwiesene Personen betreten, andere nur in Begleitung. Dazu kommt die Unterweisung in die Betriebsregeln des Netzbetreibers. Wer als SiGeKo tätig ist, braucht die Koordinatorenqualifikation nach RAB 30. Welche Anforderungen im Einzelfall gelten, legen Netzbetreiber und Gefährdungsbeurteilung fest.

Was sind die fünf Sicherheitsregeln?

Sie stellen den spannungsfreien Zustand vor Arbeiten an elektrischen Anlagen her, immer in dieser Reihenfolge: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, erden und kurzschließen, benachbarte unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken. Aufgehoben werden sie in umgekehrter Reihenfolge, erst nach Freigabe durch die verantwortliche Person.

Welche Gefährdungen sind auf Kabeltrassen typisch?

Einsturz ungesicherter Gräben, Fremdleitungen im Boden, Baustellenverkehr und Kabeltrommeltransporte, Arbeiten in Muffengruben sowie Querungen von Straßen und Bahnlinien. Weil die Trasse wandert, ändern sich Arbeitsbereiche und Rettungswege laufend. Deshalb schreiben wir den SiGe-Plan je Bauabschnitt fort und prüfen Verbau, Zufahrten und Absperrungen bei den Begehungen.

Was ist beim Transport und Einheben eines Transformators zu beachten?

Großtransformatoren wiegen oft mehrere hundert Tonnen und brauchen eine Genehmigung für den Schwertransport. Auf der Baustelle zählen tragfähige Wege, Kranstandort und Abstützung, die Hub- oder Verschubplanung und der Abstand zu unter Spannung stehenden Anlagenteilen und Freileitungen. Sperrbereiche und die Freigabe jedes Hubs legen wir vorab fest.

Worauf kommt es beim Rückbau alter Schaltanlagen an?

Zuerst wird die Anlage freigeschaltet und vom Netz getrennt, dann werden Schadstoffe erkundet: PCB in alten Isolierölen, Asbest in Bauteilen, SF6 in gasisolierten Schaltanlagen. SF6 saugt zertifiziertes Personal vor dem Rückbau ab. Danach folgen Abbruchplanung, Sperrbereiche für Bagger und fallende Bauteile sowie die Entsorgung nach Abfallrecht.

Wann sollte HSE in die Planung eines Netzprojekts?

So früh wie möglich. Die Baustellenverordnung verlangt die Koordination bereits während der Planung der Ausführung. Dann lassen sich Bauabschnitte, Baustelleneinrichtung, Querungen und Schaltprogramm so legen, dass Tiefbau, Schwerlast und Elektromontage sich nicht behindern. Nachträglich ist dasselbe Ergebnis meist nur mit Umplanung zu erreichen.

Braucht der Umbau einer Freileitung einen SiGeKo?

Ja, sobald Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf der Baustelle tätig sind, bestellt der Bauherr nach § 3 Baustellenverordnung einen Koordinator. Umbeseilung und Isolatortausch über viele Kilometer überschreiten in der Regel auch die Schwellen für die Vorankündigung nach § 2: mehr als 30 Arbeitstage und mehr als 20 Beschäftigte gleichzeitig, oder mehr als 500 Personentage. Absturz aus mehr als 7 m und Arbeiten näher als 5 m an Hochspannungsleitungen sind besonders gefährliche Arbeiten nach Anhang II, dann ist ein SiGe-Plan Pflicht.

Wer koordiniert Freischaltungen und Erdung bei Arbeiten an Freileitungen?

Der Netzbetreiber. Sein Anlagenverantwortlicher nach DIN VDE 0105-100 entscheidet über Freischaltung, Erdung und die Freigabe zur Arbeit. Der Arbeitsverantwortliche der ausführenden Firma verantwortet die Arbeit vor Ort, einschließlich der Arbeitserdungen am Seil. SAFETEE sorgt als SiGeKo und mit HSE-Management vor Ort dafür, dass Bauablauf, Firmen und Freigaben zusammenpassen, auch für internationale Auftragnehmer auf Englisch.

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Ihr Netzausbau-Projekt

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Art der Anlage, Bauabschnitte, geplanter Zeitraum: Mit diesen drei Angaben schätzen wir den Koordinationsaufwand und melden uns innerhalb eines Werktags.

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